Nach 2 Stunden und 40 Minuten Flug sind wir gut in Alice Springs angekommen. Die erste Nacht schliefen wir in einem Hotel, bevor wir unseren Camper fassten. Wau sah der cool aus, ein richtiger 4x4 Adventure. Wir verbrachten noch 2 Nächte in Alice Springs, bevor wir mit einer Ersatzbatterie, 2 Kanister Diesel, zwei Gasflaschen, Ersatzrad, Notvorrat und 40 Liter Drinkwasser los zogen. Teilweise sah man 2 Stunden kein Auto entgegenkommen, wir waren ganz alleine in der Wildnis und wir wussten es geht noch x Kilometer bis irgendetwas kommt. Plötzlich waren die Strassen nicht mehr geteert und wir fuhren nur auf roten Sand, nicht 20km, nicht 40km sonder bis zu 200km.
Endlich am Kings Canyon angekommen logierten wir eine Nacht von Ameisen übersäten Camping.
Am nächsten Tag liefen wir durch den Canyon, war natürlich kein Wasser dort. Eindrücklich diese hohe Schlucht. Dann ging es 450km weiter zum Uluru (Ayers Rock).
Genau richtig auf den Sonnenuntergang kamen wir an. Ups aber der Uluru wurde gar nicht schön rot, ja wir hatten Pech, irgendwie war es zu dunstig. Naja dann probieren wir es morgen nochmals. Wir beschlossen zwei Nächte im Yulara Resort zu bleiben, dass ist ein kleines Touristendorf wo es Hotel, Shopping, sogar ein kleines Spital und ein Caravan Park hatte. Wir richteten uns gemütlich ein und Bruno kochte sogar zum Znacht eine feine Rösti mit Spiegeleier. Das erste Mal hätten wir unsere Klimaanlage gebraucht, die ja seit dem ersten Tag kaputt war und wir schon 3 Tage hinter nach springen. Es war nämlich um die 30 Grad in der Nacht. Am nächsten Tag beschlossen wir, einfach mal etwas zu relaxen. Auf den Sonnenuntergang versuchten wir es zum zweiten Mal beim Uluru. Es hatte auch deutlich mehr Touristen da. Und siehe es war ein wunderschöner Sonnenuntergang und der Uluru verfärbte sich richtig schön. Am nächsten Morgen standen wir vor der Sonne auf um die Olgas noch zu besichtigen und dann ging es weiter nach Coober Pedy. Wir hatten ca. 800km vor uns und dass hiess den ganzen Tag fahren. Diese Vielfalt von Landschaften einfach unbeschreiblich. Auch die langen, geraden Strassen wo man glaubt man fährt in den Himmel. Wahnsinn.
Nach ein, zwei, drei…Schreckenssekunden sind wir dann gut in Coober Pedy angekommen. Uns kam der erste Road Train (Länge zwischen 36.50 bis 53.50 Meter) entgegen und der fegte uns fast von der Strasse. Aber wir hatten einen guten Schutzengel. Auch immer wieder kleinere Wirbelstürme machten das Fahren etwas schwieriger. Outback ist halt Abenteuer pur.
Cooper Pedy, die Opal Stadt gleicht einem Maulwurf-Dorf. Überall hat es Sandhaufen, wo die Menschen dort nach dem Edelstein Opal schürfen, aber auch darin wohnen. Wir gönnten uns zwei Nächte im einzigen unterirdischen Hotel der Welt zu übernachten. Es war wenigstens sehr kühl, hatte aber keine Fenster.
Wir machten eine Tour und fuhren durch die Sandhügeln (Achtung Einsturzgefahr…….), sahen einen originellen Friedhof, den längsten Zaun der Welt, wo die Dingos von den Farmen trennt und die wunderschöne Wüste, wo Mad Max3 mit Tina Turner und Mel Gibson gedreht wurde.
Die mit Abstand legendärste Figur in Coober Pedy war der deutschstämmige Crocodile Harry (richtiger Name: Baron Arvid von Blumental). Er gilt – trotz kleiner Abweichungen von seinem wirklichen Leben – als die Lebendvorlage der „Crocodile Dundee“-Filme. Seine Höhle besuchten wir etwas ausserhalb von Coober Pedy. An den Wänden und Decken hängen Damenunterwäsche und zahllose Fotos zeugen von seiner bewegten Jugendzeit.
Die Silvesternacht verbrachten wir mit Touristen und Einheimischen in einem Pub der Stadt, wir waren ja acht Stunden früher.
Weiter ging es Richtung Süden. Wir fuhren etwas auf Umwegen durch den Williamscreek. Wieder so gegen 500km am Tag durch alle Varianten von Strassen, einmal Sand, einmal Steine, sogar einmal durch einen Salzsee. Immer wieder kam ein Schild Floodway. Waren wir froh, dass es nicht regnete. Am Abend übernachteten wir in Marree. Ein Dorf mit 90 Einwohnern, wir waren, dann auch so ziemlich die einzigen auf dem Camping.